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Raubschnecke

Herkunft

Anentome helena, auch bekannt als Clea helena oder Anentome sp., nennt sich auch gerne Raubschnecke. Sie ist eine der wenigen Schneckenarten im Süßwasser, die tatsächlich andere Schnecken aktiv jagt und erbeutet. Die schöne Helena gehört zu einer Schneckenfamilie, die eigentlich fast nur Meerwasserarten enthält, und auch Anentome sp. hat eine für Süßwasserschnecken sehr untypische Gehäuseform mit einer Welle, durch die sie ihren Suchrüssel steckt, mit dem sie ihre Beute erschnuppert.

Anentome helena oder Clea helena kommt aus Südostasien, genauer aus Indonesien und Thailand. Dort lebt die Raubschnecken in eher langsam fließenden Bächen und Flüssen.

Wasserwerte

Ein pH-Wert von 7 oder darüber und hartes oder mittelhartes Wasser sind für Anentome helena super. In weichem Wasser ist es möglich, dass ihr Gehäuse etwas leidet. Eine Temperatur von 18-30°C, ein pH-Wert von 7,0-8,5, eine Gesamthärte (GH) bis 25°dH und eine Karbonathärte (KH) bis 20°dH sowie ein Leitwert von 450-950 µS haben sich als perfekt für Haltung und Zucht der Raubschnecke in der Aquaristik erwiesen.

Farbe und Muster

Der Körper von Anentome sp. oder Clea helena ist grau und hellgrau gescheckt. Ihre kleinen dunklen Augen unter den Fühlern sind recht auffällig. Das Gehäuse der in der Aquaristik vertretenen Raubschnecken ist sehr hübsch, auf hellgelbem bis beigem Grund schraubt sich ein Spiralmuster von der Öffnung bis zur Spitze. Auch das Gehäuse selbst hat eine tolle Skulpturierung, fast wie ein Wellenmuster.

In der Natur gibt es auch einfarbig braune Raubschnecken, diese werden jedoch kaum importiert. Im Aquarium ist bereits die Zucht einer rein goldenen Form ohne die braunen Spiralstreifen gelungen.

Haltungsempfehlungen

Die Raubschnecke buddelt sich gern in den Bodengrund ein. Sand oder abgerundeter Kies hilft dem Haus beim Hübschbleiben. Dort liegt sie und wartet, bis potentielle Beute um die Ecke schneckt.

Die Raubschnecke (Clea helena oder Anentome sp., je nach Quelle) ernährt sich nämlich überwiegend von anderen lebenden Schnecken im Aquarium. Sie wird gerne zur Bekämpfung von Schneckenplagen durch Blasenschnecken oder Posthornschnecken eingesetzt und kann das Aquarium doch tatsächlich in relativ kurzer Zeit von anderen Schnecken befreien. Schnecken ohne Deckel bevorzugt die Raubschnecke, aber auch Schnecken mit Deckel haben ihr wenig entgegenzusetzen, ihr Giftrüssel passt so ziemlich durch jeden Schlitz, oder sie überrascht ihr Opfer beim Dahinschnecken.

Gibt es keine Schnecken mehr, kann man die Raubschnecke auch mit proteinhaltigem Fischfutter oder Garnelenfutter ernähren, artgerechter ist aber immer die Jagd auf andere Schnecken. Bei viel Futter neigt die Raubschnecken allerdings ihrerseits wieder zur Massenvermehrung.

Anentome sp. wurde sogar schon mehrfach dabei beobachtet, wie sie sich lebende Garnelen krallte oder auch mal einen am Boden schlafenden Fisch oder einen Zwergkrallenfrosch anknabberte.

Wenn sie jagt, sticht sie einen Giftrüssel (nicht den Schnupper-Rüssel, sie hat ihrer zwei) in ihre Beute und lähmt sie. Dann saugt sie sie aus. Auch an große Schnecken wie Apfelschnecken geht die Raubschnecke. Mit anderen Schnecken sollte man sie im Aquarium also echt nur vergesellschaften, wenn das Herz nicht an ihnen hängt und man damit leben kann, dass die Schnecken Futter werden.

Abgesehen vom Bodengrund ist der Raubschnecke das Aussehen ihres Aquariums ziemlich wumpe - es kann bepflanzt werden (die Raubi geht nicht an Pflanzen) oder nach Belieben mit Wurzeln und Steinen dekoriert werden.

Besondere Merkmale

Es gibt geteilte Berichte darüber, ob Clea helena auch ihre eigene Art jagt und erbeutet. Generell scheinen die Erfahrungen aber eher in Richtung "Nein" zu deuten.

Vermehrung

Die Raubschnecke ist zweigeschlechtlich. Wenn sich die Männchen mit den Weibchen gepaart haben, legen die Damen Eier auf harten Oberflächen ab. Diese Eikokons haben eine ganz besondere, ziemlich lustige Form: sie gleichen kleinen durchsichtigen Kissen mit vier Zipfeln und einem hellen Punkt in der Mitte. Aus ihnen schlüpft jeweils eine junge Raubschnecke, die am Anfang winzig kleine Schnecken erbeutet und sich dann langsam hocharbeitet, wenn sie größer wird.

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