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Red-Bee-Garnele

Die Red Bee Garnele wurde aus der rot-weißen Garnele gezüchtet, die von ihrem ursprünglichen Züchter und Entdecker Crystal Red genannt wurde. Red Bees sind auch unter dem Decknamen Rot-weiße Bienengarnele oder Rote Biene unterwegs. Es handelt sich bei ihr um eine rot-weiße Zwerggarnele, die aus der schwarz-weißen Wildform der Bienengarnele (Caridina logemanni) selektiert und gezielt gezüchtet wurde. Die Red Bee ist vermutlich die bei weitem beliebteste Farbform der Bienengarnele in der Aquaristik.

Herkunft und Name

Der wissenschaftliche Name der Red Bee ist Caridina logemanni "Red". Die Wildform Caridina logemanni lebt im Hinterland von Hong Kong in drei kleinen Bergbächen mit Weichwasser. Die Urform ist schwarz-weiß gestreift und weist teils noch sehr viele und auch größere transparente Flecken auf. Oft ist die wilde Bienengarnele im Kopfbereich und auf dem Schwanzfächer orangefarben.

In einer Gruppe wilder Bienengarnelen fand der japanische Züchter Hisayasu Suzuki eines Tages rot gefärbte Tiere - eine Mutation ist der Grund, warum sie keine blauen Farbpigmente mehr haben, sondern nur noch rote und wenige gelbe Farbzellen aufweisen.

Der Name "Bienengarnele" weist auf die Bänderung hin, die auch schon bei den wilden Bienengarnelen im Biotop in China sehr ausgeprägt sein kann. Mit der Red Bee haben wir die Zuchtform aus der Aquaristik.

Wasserwerte und Haltungsbedingungen

Alle Infos, die man über die Haltung und Zucht der Red Bee respektive der rot-weißen Bienengarnele braucht, findest du in unserem allgemeinen Artikel über Caridina logemanni: Bienengarnelen - der Hauptartikel

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Aussehen

Die Red Bee ist rot-weiß gemustert und hat schwarze Augen. Dabei kann sie sehr unterschiedliche Farbmuster haben, die man in sogenannte Grades einteilen kann. Eine Übersicht zu diesem Thema geben wir ebenfalls im Hauptartikel über die Bienengarnele. Die Grades alleine sagen nichts über die Farbdeckung der Zwerggarnele aus, sondern beschreiben nur ihre Musterung.

Das Zuchtziel bei der Red Bee ist eine hohe Farbqualität, reine Farben und eine Deckfarbe möglichst ohne transparente Flecken. Auch die Schreitbeine der Schwanzfächer und die Fühler samt Antennenbasis sind bei besonders gut gefärbten Garnelen farbig. Weil Züchter anspruchsvoll sind, legen wir auch auf klar getrennte Farbflächen mit einem wirklich scharf abgegrenztem Rand Wert.

Auch die Farben sind bei der Red Bee noch wichtig: Das Weiß sollte wirklich weiß sein und weder einen Gelbstich noch eine Rosafärbung haben. Das Rot dagegen darf von ganz hellrot bis karminrot ausgeprägt sein.

Männchen und Weibchen sind bei der Bienengarnele gleich gut gefärbt, wobei es sein kann, dass bei tragenden Weibchen wie auch bei älteren roten Bienengarnelen die Farbdichte etwas nachlässt. Auch wenn die Tiere Stress ausgesetzt sind (zum Beispiel nach einem Transport oder beim Umsetzen in ein neues Aquarium mit abweichenden Wasserwerten), kann es vorkommen, dass die Farbe erstmal nachlässt. Die Tiere brauchen dann etwas Zeit, in der Regel kommt die Farbe wieder.

Die Geschlechter unterscheidet man bei der Bienengarnele nicht nach der Zeichnung, sondern nach dem Körperbau - die Männchen sind nicht so bauchig wie die Weibchen, die den Platz unter ihren Schwimmfüßen für die Brutpflege brauchen, wenn sie Eier tragen.

Die Eier, die die weiblichen Red Bee Garnelen durch die Gegend schaukeln, sind hellbraun bis rotbraun gefärbt. Frisch geschlüpfte Red Bees haben schon teilweise weiße Pigmente, die roten Stellen wirken zunächst durchsichtig bis leicht orangerot, die rote Farbe kommt erst etwas später wirklich gut heraus. Semiadulte Jungtiere zeigen in der Regel die beste Farbdichte.

Foto: eine Gruppe Red Bee Garnelen beim Fressen.

Genetik

In den Anfangszeiten der Bienengarnelenhaltung im Aquarium dachten die Garnelianer, dass die rote Farbe der Red Bee rein rezessiv vererbt wird. Dass das nicht stimmt, weiß man mittlerweile - es handelt sich um einen subdominanten Erbgang. Verpaart man rote und schwarze Bienengarnelen, weisen die vermeintlich schwarzen Nachwuchstiere mehr rote Pigmente auf und werden mit der Zeit immer stärker braun.

Weil früher vielfach Snow White, also deckend weiß gefärbte Bienengarnelen, in die Stämme von Red Bees eingekreuzt wurden, um die Musterverteilung und den Weißanteil zu verbessern, kann es vorkommen, dass bei den Nachkommen von Red Bees immer noch ab und zu Snow Whites auftraten. Da die Einkreuzung von Snow Whites zu einer deutlichen Verschlechterung der Pigmentierung und der Farbdeckung führte, ist man von dieser Methode mittlerweile wieder weggekommen, ihre Gene schlummern jedoch noch immer in den Garnelenstämmen und kommen bei passenden Anpaarungen immer mal wieder zum Vorschein.

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