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Video: Welche Steine kann ich im Garnelenaquarium verwenden?

Zum allgemeinen Thema "Steine im Aquarium" haben wir bereits ein ausführliches Video hier im Blog von Garnelen-Gümmer veröffentlicht. Du findest es unter dem Blogbeitrag "Hardscape - Steine für das Naturaquarium - eine Übersicht". Dort findest du auch eine genaue Beschreibung der einzelnen Gesteinsarten, die wir dir hier im Onlineshop anbieten.

Hier geht es darum, welche Gesteinsarten für ein Garnelenaquarium geeignet sind, woran du erkennst, dass ein Stein Kalk ans Wasser abgeben kann und wie du mit solchen Steinen in einem Garnelenaquarium umgehen musst.

Ganz am Ende dieses Blogartikels findest du ein Video, das wir für dich eingestellt haben. Dort erklärt dir Paul aus unserem Gümmer-Team noch einmal alles, was du zum Thema Steine im Garnelenaquarium wissen musst. 

Grundsätzlich kann man die Steine für die Aquaristik in zwei Gruppen unterteilen: aufhärtend und nicht aufhärtend bzw. wasserneutral. Aufhärtende Steine enthalten Härtebildner, in der Regel ist das Kalk. Den geben sie unter bestimmten Umständen ans Wasser ab - nämlich immer dann, wenn Säure in irgendeiner Form im Spiel ist.

Zu den nicht aufhärtenden, wasserneutralen Steinen gehören Dragon Stones, auch Drachensteine oder Ohko genannt und rote, graue und schwarze Lava, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Sie sind schnell abgehakt - die nicht aufhärtenden Steine fürs Aquarium kannst du in weichem wie in hartem Wasser uneingeschränkt verwenden. Sie geben keine Stoffe ans Wasser ab und können daher ohne weitere Vorsichtsmaßnahmen auch bei empfindlicheren Weichwassergarnelen eingesetzt werden.

Bei aufhärtenden Steinen, die Härtebildner enthalten, sieht die Sache dagegen anders aus. Diese Steine enthalten Kalk. Ob dein Aquarienstein dazu gehört, kannst du einfach feststellen: Träufle Essigessenz oder eine andere stärkere Säure (natürlich immer unter den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, aber das versteht sich ja eigentlich von selbst ...) auf deinen Stein und lass ihn so ein paar Minuten sitzen. Wenn sich jetzt Bläschen auf dem Stein formen, enthält der Stein Kalk. Durch die Säurezugabe bildet sich gasförmiges CO2, deshalb fängt der Stein an zu blubbern, als wäre Brause im Spiel. Je mehr Bläschen sich bilden, desto mehr Kalk enthält dein Stein.

Wie stark die Steine aufhärten, hängt immer auch vom individuellen Kalkgehalt des Steins ab, aber man kann Tendenzen für die einzelnen Gesteinsarten erkennen. Zu den stark aufhärtenden Steinen gehören zum Beispiel die Helle Pagode und Versteinertes Laub. Weniger stark härten Frodo Stones, auch Ancient Stones genannt, dein Wasser auf, ebenso Seiryu oder Mini Landschaft und Schwarze Pagode, um hier nur einige zu nennen.

Bei der Beschreibung der Steine im Shop steht übrigens jeweils dabei, ob sie nicht, weniger stark oder stark aufhärten.

Wenn du aufhärtende Steine im Garnelenaquarium einsetzen möchtest, sind einige Dinge zu beachten. Fährst du dein Garnelenaquarium mit einem pH von 7,5 oder darüber, kannst du sie bedenkenlos im Garnelenaquarium verwenden - zum Beispiel, wenn du die eher robusten Neocaridina hältst. In einem basischen Milieu löst sich kein Kalk aus den Steinen, das heißt, hartes Wasser wird nicht noch härter.

Im Weichwasseraquarium kommt es natürlich auf die Anzahl und Größe der Steine an. (In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch unser Blogartikel "Die richtige Menge Steine für dein Aquarium" interessant.) Klar, wenige Steine härten das Wasser nicht so stark auf wie viele Steine, und Steine mit einem geringeren Aufhärteeffekt sind ebenfalls nicht so problematisch wie reiner Kalkstein. Robustere Weichwassergarnelen, zum Beispiel die klassische Bienengarnele, haben damit tendenziell keine großen Probleme.

Besonders stark löst sich Kalk im Aquarienwasser, wenn eine CO2-Anlage am Aquarium betrieben wird. Durch die Kohlensäure löst sich der Kalk im Stein besonders gut, was einen sehr starker aufhärtenden Effekt ergibt. Düngst du deine Aquarienpflanzen mit CO2 und möchtest du Weichwassergarnelen halten, solltest du daher dann besser auf einen nicht aufhärtenden Stein ausweichen.

In einem Aquarium mit aufhärtenden Steinen und Weichwassergarnelen sollte daher grundsätzlich sehr regelmäßig und mindestens einmal in der Woche ein Wasserwechsel durchgeführt werden. Füll mit Wasser auf, das einen Tick weicher ist als das Wasser im Aquarium, um den Aufhärtungseffekt auszugleichen. Gib deinen Garnelen Zeit, sich an das weichere Wasser zu gewöhnen, und lass es daher ganz langsam einlaufen. Ein Luftschlauch und ein über Aquarienniveau aufgestellter Eimer können dir dabei helfen, damit du vom Halten der Gießkanne keine lahmen Arme bekommst. So kannst du das Wasser ganz langsam ins Aquarium laufen lassen, ohne dass du ständig dabei stehen musst.

Ganz wichtig ist der regelmäßige Wasserwechsel in einem Aquarium mit weichem Wasser, eher empfindlichen Garnelen und leicht aufhärtenden Steinen - stell dir vor, du hast ein kleines Aquarium mit einem niedrigen pH-Wert, Aquariensoil, der das Wasser weicher macht, weil er Härtebildner "schluckt" und aufhärtende Steine. Machst du hier länger keinen Wasserwechsel, werden die ganze Zeit Härtebildner abgegeben. Der Soil bindet sie und wird nach und nach gesättigt. Dann arbeitet er nicht mehr aktiv und kann das Wasser nicht mehr weicher machen, das heißt, das Wasser im Garnelenaquarium wird langsam immer härter und der pH-Wert steigt - das kann mit der Zeit kritisch werden. Vor allem, wenn du nun einen großen Wasserwechsel mit weichem Wasser machst, ändern sich die Wasserhärte und der pH-Wert schlagartig, was dir deine Garnelen arg übel nehmen dürften.

Merke: Wenn du unbedingt leicht aufhärtende Steine in einem Garnelenaquarium mit Weichwasser haben möchtest, solltest du

  • wenige Steine nehmen
  • eine Steinsorte aussuchen, die nicht stark aufhärtet
  • keine CO2-Anlage am Aquarium betreiben
  • regelmäßig größere Wasserwechsel machen
  • das frische Wasser so aufbereiten, dass es etwas weicher ist als das Wasser im Aquarium
  • das frische Wasser nur ganz langsam zugeben

 

Taiwan Bees und andere empfindliche Caridina-Hochzuchten sollten grundsätzlich nicht mit aufhärtenden Steinen im Aquarium konfrontiert werden, sie stecken Schwankungen bei den Wasserwerten ganz besonders schlecht weg. Ein solches Zuchtbecken läuft mit kalkhaltigem Gestein im Wasser einfach nicht gut, hier kann es zu Häutungsproblemen kommen. Daher solltest du für deine Caridina-Hochzuchten auf andere Steine ohne Härtebildner ausweichen.

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