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Ein Kampffisch-Aquarium einrichten

Wie richtet man ein Aquarium artgerecht für einen Kampffisch ein? Zuerst müssen wir uns mal drüber unterhalten, für welchen Kampffisch. Es gibt neben dem Betta splendens, dem Siamesischen Kampffisch aus Thailand, noch einige andere Arten in der Gattung Betta, um die es hier aber nicht gehen soll. Wir sprechen über die faszinierend bunten Zuchtformen von Betta splendens, die teils durch exotische Flossenformen auffallen. Ein Betta splendens kann im Aquarium bei guter Haltung bis zu drei Jahre alt werden.

Wissenswertes zu Kampffischen

Der Betta splendens wird 5-7 cm groß, wobei die Weibchen etwas kleiner bleiben und auch keine so dramatischen Flossenformen zeigen wie die Männchen. Interessant sind die vielen bunten Farben und die Tatsache, dass einige Bettas mit der Zeit marbeln - das heißt, dass sie ihre Farbe im Aquarium nach und nach weiter verändern können. Nicht alle Zuchtformen marbeln jedoch, es gibt auch Tiere, die ihre Farbe behalten. Die Farbe "Dragon" glänzt metallisch.

Die verschiedenen Flossenformen des Kampffischs

  • Crowntail: zipfelig ausgezogene Flossen, die wie Zacken einer Krone aussehen
  • Long Tail / Veiltail: Schleierflossen
  • Halfmoon: halbmondförmige Flossen
  • Double Tail: doppelte Schwanzflosse
  • Short tail / Plakat: Kurzflosser, Männchen und Weibchen sehen sich von der Flossenform sehr ähnlich

Die Aquariengröße - wie viel Platz braucht ein Kampffisch?

Ein Betta splendens braucht kein großes Aquarium. Auch in der Natur ist sein Revier nur wenige Dezimeter groß und hat einen Umfang von vielleicht 50 Litern. Besonders für die großflossigen Zuchtformen ist ein kleineres und vor allem flaches (Nano-)Aquarium sinnvoll, weil Kampffische als Labyrinthatmer immer an die Wasseroberfläche müssen und das mit den großen Schleierflossen extrem anstrengend ist.

Ein Aquarium für einen Siamesischen Kampffisch sollte daher maximal 40 cm hoch sein (für Großflosser eher 20 bis 25 cm). Wie viel Liter Wasser braucht ein Kampffisch also? Ein Nanoaquarium ab 25 Litern reicht für die Haltung eines Bettas aus.

Möchtest du den Kafi in einem größeren Becken halten, muss es auf jeden Fall sehr gut mit Wurzeln, Pflanzen und Steinen strukturiert sein, sodass der Kafi ein kleines Revier für sich abstecken kann. Dieses Revier wird immer und immer abgeschwommen - ist es zu groß, schwimmt sich der Kampffisch buchstäblich zu Tode. Das gilt vor allem für Großflosser.

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Muss ein Kampffisch-Aquarium abgedeckt werden?

Ein klares Ja. Kampffische springen gerne, deshalb muss das Aquarium lückenlos dicht abgedeckt werden. Außerdem atmen Kampffische Luft, und ohne Abdeckung ist die Luftschicht direkt über der Wasseroberfläche oft zu kühl, sodass der Fisch sich erkälten und krank werden kann.

Der perfekte Standort für ein Kampffisch-Aquarium

Das Aquarium mit dem Kampffisch steht am besten so, dass es nicht der direkten Sonne ausgesetzt ist - Sonneneinstrahlung kann zu Algenplagen führen, und weil Kampffischaquarien oft klein sind, heizt sich das Aquarienwasser in der direkten Sonne zu stark auf.

Wasserwerte für ein Betta-Aquarium

Der Betta splendens ist hinsichtlich der Wasserwerte nicht wählerisch. Weiches bis mittelhartes Wasser und ein pH-Wert von 6-8 passen gut. Wasseraufbereiter macht Schwermetalle und ähnliche Schadstoffe im Aquarienwasser unschädlich und kann auch im Kampffisch-Aquarium zum Einsatz kommen. Achte darauf, dass der Nitritwert auf Null gefallen ist, bevor du deinen neuen Kampffisch ins Aquarium einsetzt. Auch für einen Betta muss das Aquarium zunächst zwei bis vier Wochen ohne Besatz eingefahren werden, sodass die Filterbakterien ans Arbeiten kommen und Schadstoffe abbauen.

Huminstoffe helfen deinem Kampffisch, gesund zu blieben. Sie kannst du ganz gezielt mit einem Huminstoffpräparat einbringen.

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Einzelhaltung oder Paarhaltung für Kampffische?

Weil der Betta splendens über die Jahrhunderte für Fischkämpfe immer aggressiver gezüchtet wurde, können auch die Weibchen untereinander Beef anfangen, deshalb ist auch hier die Einzelhaltung ein gangbarer Weg. Zwar hört man immer wieder auch die Empfehlung, einen Harem zu halten (ein Männchen, zwei Weibchen), aber wenn man aggressive Fische erwischt, haben sie in dieser Haltungsform sehr viel Stress und werden dann nicht alt. Die Einzelhaltung setzt sich bei der Kafi-Haltung immer mehr durch.

Kann ich einen Kampffisch im Gesellschaftsbecken halten?

Dazu ein klares Jein. Die Vergesellschaftung mit Schnecken und Garnelen kann klappen, es kann aber auch sein, dass dein Kampffisch seinen inneren Räuber entdeckt und die Garnelen aktiv jagt - das ist schlussendlich Charaktersache. Mit Krebsen bekommen die Bettas mit den schönen langen Flossen Riesenprobleme - auch mit Zwergkrebsen funktioniert die Vergesellschaftung im Aquarium überhaupt nicht.

Mit anderen Fischen im Aquarium hat ein Kampffisch je nach Charakter ordentlich Stress, Zierfische mit langen Flossen kann er sogar als Konkurrenten ansehen und aktiv bekämpfen. Auf keinen Fall darf ein Betta in ein Aquarium mit Fischen, die an den Flossen zupfen, wie zum Beispiel Barben. Insgesamt sind die Siamesischen Kämpfer in Einzelhaltung deutlich gechillter und leben auch im Durchschnitt viel länger.

Welche Technik im Kampffisch-Aquarium?

In der Natur leben Kafis in sehr ruhigen Gewässern, oft auch in Pfützen völlig ohne Strömung. Die Bettas mit den langen Flossen verbrauchen sehr viel Energie, wenn sie gegen eine Strömung anschwimmen müssen. Braucht man also einen Filter für ein Kampffischaquarium? Wir empfehlen absolut, das Kampffischaquarium gut zu filtern, weil Betta splendens einen ordentlichen Appetit mitbringen und auch einen entsprechenden Stoffwechsel haben, aber dann mit einem entsprechenden Filterauslass wie der USCAPE Loop Pipe für eine sanfte, gleichmäßige Strömung im Aquarium zu sorgen.

Loop Pipe Filterauslauf für sanfte Strömung optimal für Kampffische

Braucht ein Kampffischaquarium überhaupt einen Filter?

Ein kleiner Außenfilter empfiehlt sich auch für ein Nano Kampffischaquarium, weil er durch sein Filtervolumen nochmals ordentlich Wasservolumen fürs Aquarium mitbringt und zudem das Wasser sehr effektiv von organischen Schadstoffen reinigt. Er sollte dann allerdings auf der niedrigsten Stufe betrieben werden.

Wie viel Grad für einen Kampffisch?

Kampffische brauchen eine Wassertemperatur von 24-30 °C, deshalb ist eventuell ein kleiner Heizstab förderlich, um die Temperatur im Aquarium auf einem angenehmen Niveau für deinen Betta zu halten, und natürlich ein Aquarienthermometer, mit dem du die Temperatur überwachst.


Welche Beleuchtung braucht ein Kampffischaquarium?

Der Betta splendens mag es generell nicht so hell, deshalb reicht eine schwache oder mittelstarke Beleuchtung für das Aquarium gut aus.

Welcher Bodengrund fürs Kampffischbecken?

Die Wahl des Bodengrunds für dein Bettaaquarium ist vollständig dir überlassen, dem Betta ist das Material egal. Nicht empfehlenswert ist ein sehr heller Kies, weil der Betta splendens es - wir erinnern uns - im Aquarium eher schummrig mag. Da ist ein dunkler Boden deutlich besser. Beachte, dass man sich an buntem Aquarienkies schnell satt sieht und eine Kies-Tauschaktion für den Fisch sehr viel Stress bedeutet. Such deshalb lieber gleich am Anfang eine eher neutrale, dunkle Bodenfarbe aus, die auch die schönen Farben deines Fisches besser hervorhebt. Auch dunkler Aquariensoil ist eine Option.

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Deko fürs Kampffischaquarium

Bei der Auswahl der Deko musst du beachten, dass sich dein Kampffisch nirgendwo einklemmen kann - er ertrinkt, wenn er nicht zum Atmen an die Wasseroberfläche kommen kann. An scharfkantigen Steinen kann sich ein Kafi die schönen Flossen verletzen.

Bepflanzung des Kampffischaquariums

Ein Kampffisch braucht ein verkrautetes Aquarium. Er legt sich gerne auf größeren Pflanzenblättern ab und hält dort ein Nickerchen. Wichtig ist, dass der Zugang zur Wasseroberfläche immer frei ist: Bettas sind Labyrinthfische, die atmosphärische Luft atmen. Wenn du das Aquarium mit Schwimmpflanzen abschattest, solltest du beachten, dass die Wasseroberfläche nicht zu stark bedeckt wird. Gut eignen sich Schwimmpflanzen mit größeren Blättern wie Froschbiss.

Gut passen die folgenden Aquarienpflanzen in ein Betta-Nanobecken (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Wie wird ein Kampffisch gefüttert?

In der Natur fressen Kampffische keine Pflanzen, sondern ausschließlich tierische Kost. Im Aquarium fütterst du deinen Betta am besten mit Lebendfutter oder Frostfutter. Wenn du fertiges Kampffischfutter kaufst, achte darauf, dass es keine Fischnebenerzeugnisse, pflanzlichen Nebenerzeugnisse oder gar Getreide enthält.


Kann man Kampffische im Aquarium züchten?

Die Zucht von Betta splendens ist sehr aufwändig, weil Männchen und Weibchen außerhalb der Paarungszeit sofort aufeinander losgehen. Sie werden also erst zusammengesetzt, wenn das Männchen beginnt, ein Schaumnest zu bauen. Es sammelt dann die Eier, die das Weibchen während der Paarung abgibt, und spuckt sie ins Schaumnest. Danach musst du das Weibchen sofort wieder aus dem Aquarium nehmen. Das Männchen betreibt dann einige Tage lang Brutpflege, muss aber ebenfalls aus dem Aquarium genommen werden, wenn die kleinen Bettas frei zu schwimmen beginnen.

Für den Nachwuchs brauchst du schon nach kurzer Zeit sehr viele Einzelgefäße, weil auch die Geschwister untereinander zu kämpfen beginnen - ob man in die Kafi-Zucht wirklich einsteigen will, sollte man sich daher gut überlegen.