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Pflanzen im Aquarium befestigen und richtig setzen

Aquarienpflanzen wachsen in der Natur an ganz unterschiedlichen Orten - im lehmigen oder sandigen Substrat, auf Steinen oder auf Treibholz (was im Aquarium dem Hardscape entspricht), unter Wasser, in der Spritzwasserzone oder teilweise auch über Wasser. Auch im Aquarium gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Pflanzen zu befestigen. Aber wie pflanzt man Aquarienpflanzen richtig ein, und welche Methoden gibt es zum Befestigen von Aquariumpflanzen auf dem Hardscape? Welche Methode eignet sich besser für welche Pflanze?

Wie bepflanzt man Wurzeln und Steine im Aquarium mit Aufsitzerpflanzen und Moosen?

Aufsitzerpflanzen und Wassermoose eignen sich besonders gut zum Aufbinden auf Wurzeln, Steine oder andere Aquariendeko. Zu den beliebtesten Aufsitzerpflanzen für die Aquaristik gehören:

Wie befestigt man Aufsitzerpflanzen?

Aufsitzerpflanzen sollten niemals in den Bodengrund eingepflanzt werden, damit ihr Wurzelstock, das dicke grüne Rhizom, nicht weggammelt.

Wenn du nicht unbedingt binden oder kleben möchtest, kannst du vor allem Aufsitzerpflanzen auch einfach in Vertiefungen und Löcher in Steinen und Wurzeln stecken, sie wachsen dort in der Regel innerhalb von wenigen Wochen fest.

Moose

Besonders beliebte Moose sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, es gibt wirklich viele tolle aquatile Moose in der Aquaristik) :

Wie befestigt man Moose?

Moose können mangels Wurzeln im Aquarium gar nicht eingepflanzt werden, auch sie werden deshalb besser auf Wurzeln oder Steinen befestigt, damit sie nicht durch die Wasserströmung wild im Layout verteilt werden. 


Wie bindet man Aquarienpflanzen auf?

Um Moose und Epiphyten (Aufsitzer) an Wurzeln oder auf Steinen zu befestigen, kann man sie einfach mit einem Faden aufbinden. Dunkle Farben oder Grüntöne sind unauffällig und verschwinden später in den Pflanzenpolstern. Für Pflanzen, die festwachsen, kannst du Baumwollfaden verwenden, Pflanzen wie zum Beispiel Riccia, die nicht am Untergrund festwachsen, brauchen einen Faden, der sich nicht im Wasser zersetzt. Eine Alternative zu farbigen Fäden ist hier eine sehr dünne, transparente Angelsehne. 


Das Wickeln oder Aufbinden der Pflanzen ist die klassische Methode - du zerschnippelst dein Moos in ca. 1-2 cm lange Stücke und legst los - wickle in dünnen Abständen kreuz und quer. Bei Aufsitzerpflanzen brauchst du weniger Faden und kannst weitere Windungen wickeln.

Vorteile

Das Aufbinden ist die wohl stabilste und haltbarste Möglichkeit, Aquarienpflanzen auf Untergründen zu befestigen. Du bist dabei nicht auf Wurzeln oder Steine beschränkt, es gibt insbesondere für Moose auch Gitterplatten oder dünne Steinscheiben, auf die man gut aufbinden kann.

Nachteile

Das Wickeln der Moose, Farne, Bucen und Co. ist ziemlich viel Arbeit und je nach Material recht fisselig. Auf großen Stücken, die nur teilweise begrünt werden sollen, ist der Faden auffällig. Wenn man beim Aufbinden von Aufsitzerpflanzen den Faden zu stark anzieht, kann das empfindliche Rhizom beschädigt werden, was sie arg übel nehmen.



Wie klebt man Aquarienpflanzen auf?

Zum Aufkleben von Aquarienmoos, Farnen, Bucephalandra und Co. nimmst du Sekundenkleber oder Pflanzenkleber. Cyanacrylat kommt aus der Medizintechnik und ist auch im Aquarium absolut unbedenklich. Auch zum Aufkleben schneidest du das Moos am besten klein. Achte bei Aufsitzern darauf, dass das Rhizom nicht vollkommen mit Kleber bedeckt ist, damit es nicht gammelt.


Vorteile

Das Aufkleben vor allem von Moos geht superschnell und deutlich einfacher als das mühsame Wickeln mit Garn oder Angelschnur. Besonders für große Dekoelemente, die nur zum Teil begrünt werden sollen, eignet sich die Methode sehr gut.

Nachteile

Manche Aufsitzerpflanzen und Moose vertragen Kleber nicht so gut und sollten im Zweifel aufgebunden werden. Sekundenkleber bekommst du übrigens mit Nagellackentferner wieder von den Fingern.

Aquariumpflanzen an der Scheibe / Rückwand befestigen

Auf Wurzeln wachsende Aufsitzerpflanzen und Moose kannst du auch an der Aquarienscheibe befestigen, indem du einen Saugnapf mit einer Edelstahlschraube an der Wurzel befestigst. Es gibt hier auch schon fertige Lösungen zu kaufen.

Für Stängelpflanzen (oder natürlich auf für Aufsitzer und Moos) gibt es gläserne Plant Pods, die ebenfalls mit einem Saugnapf an der Aquarienscheibe festgeploppt werden, oder Pflanzenplattformen aus Kunststoff, die ebenfalls mit einem Saugnapf ausgestattet sind.

Wie pflanzt man klassische Aquarienpflanzen ins Aquarium ein?

Die klassischen Vordergrundpflanzen, Rosettenpflanzen und Stängelpflanzen werden in den Bodengrund im Aquarium gesetzt.

Bei Pflanzen aus konventioneller Zucht pulst du die Steinwolle an den Wurzeln unter fließendem Wasser so vollständig wie möglich ab, die Fasern können die Kiemen deiner Fische stark reizen. Stängelpflanzen kannst du einfach kurz oberhalb der Steinwolle abschneiden, sie treiben schnell neue Wurzeln aus.

Pflanzen aus In-Vitro-Kultur werden einfach gut abgespült.

Teile die Töpfchen danach immer in Einzelpflanzen oder - im Fall von sehr feinen Vordergrundpflanzen wie Kuba-Zwergperlenkraut oder Glossostigma - in kleine Büschel auf. Die Aquarienpflanzen wachsen besser an, wenn sie etwas "Luft" um sich herum haben und sich nicht gegenseitig das Licht klauen.

Um Stängelpflanzen beim Einsetzen gut im Aquarium zu verankern, kannst du vor dem Stecken mit einer Pflanzenschere die untersten vier oder fünf Blätter abschneiden, sodass ein kurzes Stück Blattstiel stehen bleibt. Diese Stiele wirken wie Widerhaken und halten die Stängel im Bodengrund fest. Stängelpflanzen steckst du am besten mit einer Pflanzpinzette einzeln mit ein paar Zentimetern Abstand etwa 2-4 cm tief in den Kies oder Soil.

Die Büschel aus sehr feinen Aquarienpflanzen mit kurzen Wurzeln kannst du nach dem vorsichtigen Stecken mit etwas Kies abstreuen, um sie zu befestigen.

Rosettenpflanzen werden mindestens bis zum Wurzelansatz im Aquarienboden versenkt. Auch hier hilft eine lange Pflanzpinzette. Wenn du sie nicht senkrecht, sondern schräg steckst, halten sie besser.

Für Bodendecker hat sich der Drystart als Pflanzmethode bewährt, hierzu haben wir einen eigenen Blogartikel: "Die Drystart-Methode - wann ist sie sinnvoll, und was solltest du beachten?"

Wie lange dauert es, bis Aquariumpflanzen richtig angewachsen sind?

Bis wann Aquarienpflanzen angewachsen sind, lässt sich pauschal leider nicht sagen - das hängt von vielen Faktoren wie Temperatur, Licht und den Wasserwerten ab, und wie gut die Pflanzen die Umstellungsphase verkraften. Generell ist ein gutes Zeichen, wenn die Pflanzen anfangen neu auszutreiben. Dann ist in der Regel auch das Wurzelwachstum in Gang gekommen.