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Stängelpflanzen - die richtigen Pflanzen für den Hintergrund

Stängelpflanzen eignen sich hervorragend, um den Hintergrund eines Aquariums zu bepflanzen, aber auch im Mittelgrund sind einige Stängelpflanzen genau am richtigen Platz. Es gibt sie in sehr vielen Variationen von Blattform, Blattabstand sowie Farbe. Über tiefes Rot, ein leuchtendes Pink, fruchtiges Orange, ein herbstliches Gelb, ein sattes Dunkelgrün bis hin zu einem erfrischend-leuchtenden Hellgrün ist bei Stängelpflanzen alles dabei. Oft steigt mit zunehmendem Rot-Anteil der Anspruch der Stengelfpflanzen. Viele von Ihnen wachsen sehr schnell und erreichen in kurzer Zeit die Wasseroberfläche. Weil sie so schnell wachsen muss man Ihnen auch einige Pflege zukomme lassen.

Ein wichtiger und positiver Effekt ihres schnellen Wachstums: schnellwachsende Stängelpflanzen bilden eine Konkurrenz zu Algen und helfen gerade in der Algenphase einen Algenbefall zu vermeiden oder zumindest einzudämmen. Du solltest beachten das schnellwachsende Pflanzen auch oft viel Nährstoffe brauchen. Eine Düngung mit Flüssigdüngern (N, P, K und Eisen) und die Zugabe von CO2 sind bei vielen Pflanzen angeraten, bei einigen aber sogar Pflicht.

Vorstellung von beliebten Stängelpflanzen

Rotala H’Ra

 
Schwierigkeitsgrad: einfach
Aquascaping:  für Mittel- und Hintergrund geeignet
Wachstum: schnell
Farbe: hellgrün-grün, bei viel Licht pink bis rötlich
Höhe: 8-20+ cm
Licht: mittel - sehr viel

Proserpinaca Palustris

 
Schwierigkeitsgrad: mittel
Aquascaping: Mittel- sowie Hintergrund, orange-roter Akzent
Wachstum: mittel
Farbe: über Wasser grün; unter Wasser orange, pink, rot, kupferrot
Höhe: 10-30 cm
Licht: mittel - viel

Myriophyllum Guyana

 

Schwierigkeitsgrad: einfach

Aquascaping: Mittelgrund, Hintergrund
Wachstum: mittel
Farbe: hellgrün
Höhe: 5-20 cm
Breit 2-3 cm
Licht: mittel - viel

Stängelpflanzen richtig vorbereiten

Hast du dir Stängelpflanzen aus in vitro Kultur gekauft, solltest du dir eine Schale mit lauwarmem Wasser und ein Tablett bereitstellen. Öffne den in vitro Cup und ziehe die Portion vorsichtig heraus. Gelingt das nicht kannst du den Topf auch umdrehen und mit der anderen Hand leicht von unten gegen den Topf klopfen, bis die Portion aus dem Topf in die Hand rutscht.

Nun spülst du unter laufendem Wasser (handwarm) und mit Zuhilfenahme der Fingern oder einer Pinzette zunächst möglichst viel von der Nährlösung ab, die sich noch an den Pflanzen befindet und legst die Portion dann zunächst für 5 Minuten in die Schale mit dem Wasser. Nach dem kurzen Bad spülst du die weiteren Reste der Nährlösung unter dem Wasserhahn ab. Sei dabei gründlich und versuche möglichst viel zu entfernen.

Zumeist kannst du den äußeren Ring des Inhaltes wie eine Lakritz-Schnecke auseinanderziehen. Zerteile die Pflanzenmasse so, dass du möglichst fingerbreite Portionen erhältst. So kannst du aus einem in vitro Topf je nach Pflanzenart 15-30 Setzlinge machen. Bei Stängelpflanzen kannst du wirklich jeden Stengel vereinzeln und dann Stück für Stück einsetzen.

Lege dir die Setzlinge der Stängelpflanzen in einer Reihe auf das Tablett. So musst du beim Einpflanzen nicht umständlich jeden Setzling drehen.

Stängelpflanzen richtig einsetzen

Stängelpflanzen werden einfach mit einer Pinzette ins Substrat gesetzt. Die finale Größe der Pflanze bestimmt ein wenig über die Abstände beim Einpflanzen. Eine Pogostemon Stellata beispielsweise wird relativ breit und kann ruhig in einem Abstand von 2-2,5 cm gesetzt werden. Im Normalfall ist ein Abstand von einem Zentimeter aber völlig ausreichend. Wenn du dich mit den Pflanzenarten noch nicht so gut auskennst können wir dir hier auch gerne Auskunft geben.

Pflegen und vermehren von Stängelpflanzen

Stängelpflanzen kann man bis auf einige Ausnahmen eigentlich beliebig mit der Schere kürzen. Dabei lassen sich gerade buschiger Wachsende Arten wie die meisten Rotala-Arten auch künstlerisch in tolle Formen trimmen. Das Trimmen und in Form schneiden verhilft deinem Aquarium zu einem gepflegten und zum Teil auch natürlichen Gesamteindruck.

Stengelpflanzen

Neben dem gestalterischen Aspekt gibt es aber weitere Gründe die Stängelpflanzen regelmäßig zu kürzen. Zum einen treibt die Pflanze nach dem schneiden neu aus und neue Blätter sehen meistens frischer aus als welche die schon lange im Schatten der Blätter darüber stehen. Die Pflanze wirkt so gesünder und ist es tatsächlich auch. Zum anderen ist der Beschnitte der Stängelpflanzen aber auch notwendig, um die durch den hohen Wuchs entstandenen schattigen Zonen wieder mit Licht zu versorgen. Bei sehr anspruchslosen Pflanzen wird dies nicht so schnell relevant, bei Bodendeckern die sehr lichthungrig sind ist dies jedoch von entscheidender Bedeutung.

Die Beschnitte der Pflanze lassen sich problemlos wieder in den Boden einpflanzen, wodurch Stängelpflanzen wirklich leicht und schnell vermehrt werden können. Durch das gezielte stufige trimmen lässt sich zudem ein noch buschigerer Look erzielen. Folgende Grafik soll dies verdeutlichen.

Stengelpflanzen richtig schneiden

Ausnahmen bei der Pflege

Wie so oft in der Natur gibt es Ausnahmen. So auch bei einige Stängelpflanzen, die sich nach dem Beschnitt nicht so verzweigen wie im Bild im Absatz vorher zu sehen.

Beispielsweise Rotala Bonsai und Limnophila Hippuridoides sollten man etwa auf der Hälfte abschneiden, den unteren Teil aus dem Boden ziehen und den Kopf wieder neu in den Boden einpflanzen. Ansonsten bilden beide Pflanzen unschöne Knoten und wachsen nicht mehr in einem schönen buschigen Bild.