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Wie beleuchte ich mein Aquarium richtig - welche Lampe / LED soll ich wählen?

Die Aquarienbeleuchtung ist ein weites und recht komplexes Feld. Mit den modernen, energiesparenden LEDs gibt es nun zusätzlich zu den herkömmlichen Leuchtmitteln fürs Aquarium wie Röhren und Kompaktleuchtstoffröhren noch weitere Beleuchtungsmöglichkeiten, die die Qual der Wahl nicht leichter machen. Wir versuchen hier, etwas aufzudröseln, was die Unterschiede sind und welche Beleuchtung für dein Aquarium die richtige ist.

Was muss man eigentlich bei der Auswahl der Aquariumbeleuchtung beachten?

Die Beleuchtung im Aquarium spielt vor allem dann eine Rolle, wenn du Pflanzen pflegen willst oder gar ein Aquascape betreiben möchtest. Für die in der Aquaristik gängigen Garnelen und Fische ist das Aquarienlicht eher zweitrangig, auch wenn man sie natürlich nicht ins Dunkle setzen sollte. Bei den Aquarienpflanzen hier im Shop siehst du auf einen Blick den Lichtbedarf: wenig - mittel - hoch.

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Wie viel Watt pro Liter fürs Aquarium?

Beim Lichtbedarf bedeutet "wenig", dass die Pflanzen mit 0,25 bis 0,5 Watt pro Liter glücklich sind. Der mittlere Lichtbereich reicht von 0,5 bis 1 Watt pro Liter, bei 1 Watt pro Liter beginnt der Starklichtbereich. Einfach zu haltende Aquarienpflanzen wie Anubias, Bucephalandra, Farne, Moose und Cryptocorynen eignen sich für ein Schwachlichtaquarium. Sie werden auch gerne in Zuchtaquarien für Garnelen eingesetzt.

Viele Stängelpflanzen, Rosettenpflanzen wie Echinodorus und sogar einige Bodendecker können in Aquarien mit mittlerem Licht gehalten werden.

Vor allem rotblättrige Aquarienpflanzen brauchen dagegen wirklich starkes Licht, damit sie ihre schönsten Farben zeigen können. Bei weniger Licht vergrünen sie und wirken dann gar nicht mehr spektakulär. Auch andere Stängelpflanzen und manche Bodendecker brauchen eine hohe Lichtstärke, damit sie kompakt wachsen und nicht spillerig werden.

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Was sagen die Lumen/Wattzahlen bei modernen LEDs aus?

Bei LED-Aquarienleuchten haut die Definition mit Watt pro Liter allerdings nicht mehr hin, weil sie einen viel geringeren Strombedarf haben und deutlich weniger Watt ziehen. Bei LEDs entspricht daher der Schwachlichtbereich ungefähr 15 bis 30 Lumen pro Liter Aquarienvolumen, der mittlere Lichtbereich entspricht ungefähr 30 bis 60 Lumen pro Liter, und 60 Lumen und drüber bezeichnet man bei LED-Beleuchtungen als Starklichtbereich. Häufig geben die Hersteller zusätzlich auch noch den Wert Lumen pro Watt an. Je höher der Lumen/Watt-Wert ist, desto effizienter sind die LEDs als Beleuchtung für das Aquarium.

Unterschied Röhre und LED - braucht man Röhre überhaupt noch?

Heute haben sich in der Aquaristik weitgehend LEDs durchgesetzt, die durch einen deutlich geringeren Stromverbrauch und eine geringere Wärmeentwicklung überzeugen. Daneben gibt es aber auch noch die guten alten Leuchtröhren. Sie haben den Vorteil eines günstigen Preises, müssen aber ungefähr einmal jährlich ausgetauscht werden, weil die Lichtleistung mit der Zeit nachlässt. LEDs sind zwar erst einmal teurer, aber halten dafür mit etwas Glück zehn Jahre und länger, rechnen sich also auf Dauer durchaus.

RGB Lichtspektrum RGB Beleuchtung Garnelen Guemmer

Kann man zu viel Licht im Aquarium haben?

Das Licht im Aquarium ist immer im Zusammenhang mit dem Nährstoffangebot und der Höhe des CO2-Gehalts im Wasser zu sehen. Zu viel Licht können die Aquarienpflanzen nicht verwerten, wenn sie nicht genügend gedüngt werden - das kann dann zu Algenplagen führen. Dann hilft nur: Entweder die Beleuchtungsdauer verkürzen, die Lichtstärke verringern oder mehr düngen und die Zufuhr von CO2 erhöhen.

Wie lange muss das Licht im Aquarium an sein?

Eine gute Faustregel fürs Aquarium lautet 8 bis 12 Stunden Beleuchtungszeit. Dabei kannst du lichthungrige Pflanzen eher länger und Schattenpflanzen wie Anubias und Bucephalandra eher kürzer beleuchten. Es ist sicherlich sinnvoll, dass du dich von unten an die beste Beleuchtungszeit herantastet bzw. beim Auftreten von Grünalgen das Licht wieder reduzierst oder die Düngemenge leicht erhöhst.

Wann sollte das Licht im Aquarium an sein?

Wann du das Licht im Aquarium anschaltest, ist eigentlich dir überlassen. Es ergibt ja wenig Sinn, dein schönes Aquascape über den Tag zu beleuchten, während du auf der Arbeit bist, und abends, wenn du dann endlich nach Hause kommst, das Licht auszumachen. Du kannst also ohne Bedenken die Beleuchtungszeit nach hinten verschieben. Deinen Pflanzen, Garnelen und Fischen ist das egal.

Welches Farbspektrum ähnelt eher der Natur? Welches Farbspektrum ist am besten für Pflanzen?

Welches Farbspektrum dem natürlichen Tageslicht am ähnlichsten ist, lässt sich so gar nicht so genau sagen. Im Urwald herrscht ein anderes Licht als in der Savanne, und im tropischen Dschungel Südostasiens haben wir andere Lichtwerte wie in Afrika an der Küste. Die gute Nachricht: Den Pflanzen ist die Lichtfarbe weitgehend egal - du kannst hier also selber auch ein bisschen nach Geschmack entscheiden. Alle hochwertigen bei uns im Shop erhältlichen Aquarienleuchten haben ein für Wasserpflanzen optimiertes Lichtspektrum.

RGB-LED und weiße LED 

Rein weiße LEDs fürs Aquarium haben die höchste Lichtausbeute. Kalt weißes Licht wirkt eher hart und auch ein bisschen kühl, grün-blaue Farben der Pflanzen werden eher betont. Warmweißes Licht entspricht dem Tageslicht in unseren Breiten dagegen eher. Es betont die rötlichen und bräunlichen Farbtöne mehr, hat aber eine etwas geringere Lichtausbeute.

RGB Beleuchtung LED Beleuchtung Vergleich

LED-Beleuchtungen fürs Aquascaping haben aber oft keine rein weißen oder warmweißen Dioden, sondern sind sogenannte RGB-Leuchten. Hier sind rote, grüne und blaue Dioden verbaut, die in der Mischung wieder ein eher kalt weißes Licht ergeben, aber die Farben deutlich stärker betonen und förmlich strahlen lassen. Die Farbdarstellung ist bei RGB-LEDs daher sehr brillant. Leider zahlst du diese Effekt mit einer schlechteren Lumenausbeute als bei rein weißen LEDs. Für ein Aquascape bieten sie jedoch einfach ein richtig tolles Lichterlebnis, weil die Farben der Pflanzen und Aquarientiere so richtig knallen.