Kontakt unter 030 - 978 95 185
5% Rabatt bei Bestellung in der App
Besuche unser Ladengeschäft in Berlin
Schneller Versand

Fadenalgen im Aquarium erkennen und bekämpfen

Allgemeine Infos zu Algen aller Art findest du in unserem Artikel "Algen und Algenbekämpfung im Aquarium". Hier in diesem Artikel geht es speziell um Fadenalgen und wie du diese loswerden kannst.

Wie erkennst du Fadenalgen?

Fadenalgen im Aquarium gehören zu den Grünalgen. Sie enthalten Chlorophyll, das ihnen die grüne Farbe verleiht. Es gibt weiche und harte Arten von Fadenalgen. Die weichen sind eher glitschig, die harten können sich fast drahtartig anfühlen. Meist hängen die weicheren Fadenalgen eher lose am Untergrund und werden leicht mit der Strömung verdriftet, die harten dagegen haben Halteorgane, mit denen sie sehr fest haften können. Fadenalgen können von wenigen Zentimetern bis weit über 15 cm lang werden.

Warum entstehen Fadenalgen im Aquarium?

Weiche Fadenalgen treten gern in der Einlaufphase auf und sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Nährstoffe insgesamt nicht im Gleichgewicht sind.

Harte Fadenalgen sind treten vor allem dann auf, wenn entweder zu viel oder zu wenig Nitrat im System vorhanden ist. Häufig ist beim Nachmessen der NO3-Wert auf Null und die Aquarienpflanzen wachsen insgesamt sehr schlecht.

Wie kann ich einem Befall mit Fadenalgen im Aquarium vorbeugen?

Weiche Fadenalgen sind recht lichthungrig. Wenn du in der Einfahrphase die Beleuchtungszeit auf ca. sechs Stunden begrenzt und nur schrittweise erhöhst, kommst du meist um die Fadenalgenphase herum. Diese Maßnahme sollte natürlich Hand in Hand gehen mit einer angepassten Düngung. Vor allem in der Einfahrphase ist es empfehlenswert, die Wasserwerte zu überwachen. Besonders interessant sind hier der Nitratwert, der Kaliumwert und der Phosphatwert.

Eine ausgewogene Düngung und Überwachung des Nitratwertes helfen dir ebenfalls dabei, Fadenalgen gar nicht erst entstehen zu lassen. CO2 kann ebenfalls sinnvoll sein, um deine Aquarienpflanzen richtig gut wachsen zu lassen. So treten sie in Konkurrenz zu den Algen und lassen sie erst gar nicht hochkommen.

Fadenalgen im Aquarium ohne Chemie bekämpfen

Fadenalgen kannst du zur akuten Bekämpfung ganz einfach mit einem Holzstäbchen aufwickeln und so ganz gut aus dem Aquarium entfernen. Weiche, nicht fest haftende Fadenalgen lassen sich ganz einfach beim Wasserwechsel mit dem Schlauch absaugen. Auch eine Dunkelkur, bei der das Aquarium für ca. 14 Tage komplett verdunkelt wird, kann hilfreich sein: Hierzu schaltest du die Beleuchtung aus und hängst das Aquarium mit einer Decke gegen das Raumlicht ab.

Weil die Fadenalgen aber wiederkommen werden, wenn du nichts an der Ursache änderst, werden die Methoden auf Dauer natürlich anstrengend. Deshalb solltest du möglichst frühzeitig herausfinden, woran der Fadenalgenbefall liegt und entsprechend durch Düngung, Lichteinstellungen und CO2 gegensteuern.

Algensporen der Fadenalgen im Wasser vernichtest du mit einem UV-C-Klärer oder mit einem TwinStar. Beide töten die Algensporen im Wasser ab und verhindern so, dass sich Fadenalgen neu im Aquarium ansiedeln.

Welche Tiere fressen Fadenalgen?

Es gibt nicht viele Aquarientiere, die Fadenalgen fressen. Vor allem im Nanoaquarium solltest du einen Fadenalgenbefall daher eher über die Faktoren Beleuchtung, Nährstoffe und CO2 bekämpfen.

Amanogarnelen sind ein Geheimtipp für Aquarien ab 60 cm, sie gehören zu den ganz wenigen Wirbellosen, die tatsächlich Fadenalgen futtern.

Rennschnecken, Geweihschnecken und andere Aquarienschnecken gehen dagegen ebenso wie Zwerggarnelen nicht an lange Fadenalgen, sie fressen maximal ganz junge fädige Grünalgen zusammen mit dem anderen Aufwuchs.

Fadenalgen im Aquarium mit Chemie bekämpfen

Es muss nicht gleich das für Garnelen giftige Anti-Algenmittel mit Kupfer sein, wenn du Fadenalgen im Aquarium bekämpfen willst.

Salicylsäure aus Weidenrinde hilft zum Beispiel auch gut gegen die grünen Algenfäden. Dazu gibst du 2 bis 3 etwa 2 cm breite und 5 cm lange Streifen von Weidenrinde je 50 Liter Aquarienwasser, oder du dosierst 1 mg Acetylsalicylsäure auf einen Liter Aquarienwasser. Acetylsalicylsäure ist der Wirkstoff von Kopfschmerztabletten wie Aspirin. Für Fische, Garnelen, Schnecken und andere Aquarientiere ist Salicylsäure unbedenklich.

Du kannst Fadenalgen ähnlich wie Bartalgen oder Pinselalgen gezielt mit EasyCarbo einnebeln und dadurch zum Absterben bringen. Dazu nimmst du eine Spritze mit Nadel und gehst ganz dicht an die Fadenalgenbüschel dran. Gegebenenfalls musst du dies einige Male an aufeinanderfolgenden Tagen wiederholen. Zu der genauen Vorgehensweise haben wir auch ein Video für euch aufgenommen - also ran an den Speck!