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Neocaridina-Garnelen - der Hauptartikel

Die Gattung Neocaridina umfasst viele verschiedene biologische Arten von Garnelen. Als Ziergarnelen fürs Aquarium haben sich allerdings nur zwei davon so wirklich durchgesetzt: Neocaridina davidi (früher als Neocaridina heteropoda bekannt und auch heute noch manchmal so bezeichnet) und Neocaridina palmata (früher auch Neocaridina zhangjiajiensis genannt). Sie sind als einsteigerfreundliche, vermehrungsfreudige, anpassungsfähige und robuste Arten bekannt und im Aquarienhobby schon seit 1999 unterwegs - und sehr beliebt. Während es früher nicht viel Auswahl bei den Farben gab, bietet sich dem Auge heute ein bunter Strauß von Garnelen in allen möglichen bunten Farben - einfarbig oder sogar mit Streifenmuster.

Neocaridina-Garnelen werden in der Regel 1,5-2,5 cm groß. Männliche Zwerggarnelen der Gattung bleiben dabei eher bei 1,5 cm, während die Weibchen teils deutlich größer werden. Einzelne größenmäßige Ausreißer können sogar bis 3 cm und mehr erreichen - bei diesen sogenannten Big Mamas handelt es sich immer um Damen, die meist auch noch besonders schön und intensiv gefärbt sind. Viele dieser Big Mamas sind nicht fruchtbar (aber keine Regel ohne Ausnahme!), daher kursiert die recht plausible Theorie, dass diese Riesen ihre Energie nicht in die Fortpflanzung, sondern lieber in das Größenwachstum stecken.

Neocaridina davidi und Neocaridina palmata werden im Aquarium maximal 2 Jahre alt, in kühlerem Wasser leben sie dabei stoffwechselbedingt etwas länger als in sehr warmem Wasser. 

Wir sind der Meinung, dass Neocaridina Garnelen die ideale Wahl sind, wenn du ins Garnelen Hobby einsteigen möchtest! Aus diesem Grund haben wir zu dem Thema "Neocaridina als Einsteigergarnelen" ein eigenes Video gedreht. 

 

Herkunft

Die in der Aquaristik gängigen Neocaridina sind Asiaten - sie kommen ursprünglich aus China, Taiwan und Korea, aber sie haben sich mittlerweile sehr viel weiter im südostasiatischen Raum verbreitet, und sie wurden sogar (vermutlich teils sogar durch die Aquaristik) auf andere Kontinente verschleppt. Man lese und staune: Sogar in Deutschland gibt es Vorkommen von Neocaridina davidi, in einem Bach im Regierungsbezirk Köln, in den warmes Kühlwasser aus einem Kraftwerk eingespeist wird - dem sogenannten Guppybach.

Neocaridina sind biotoptechnisch nicht wählerisch. Man findet sie in der Natur sowohl in Bächen und Flüssen als auch in Teichen, Seen und Tümpeln, teilweise auch in recht nährstoffreichem Wasser. Manche Exemplare dringen sogar bis in die Flussmündungen vor.

Wasserwerte

Neocaridina mögen sehr weiches Wasser nicht besonders gerne, sie sollten daher in einem mittleren bis eher etwas härteren Härtebereich und bei einem pH-Wert von 6 bis 8,5 gehalten werden. In der Natur findet man Neocaridina davidi sogar im sehr harten Brackwasser der Flussmündungen, daher ist eine Gesamthärte bis 30 überhaupt kein Problem für sie. Nur zu weich sollte das Wasser nicht sein, um Krankheiten und Häutungsproblemen vorzubeugen.

Optimal sind die im folgenden aufgezählten Werte - dank der Robustheit und Anpassungsfähigkeit der Neocaridina-Zwerggarnelen kann man sie auch bei abweichenden Wasserparameter (zum Beispiel einer höheren Wasserhärte) noch erfolgreich im Aquarium halten:

Die Temperatur im Aquarium sollte optimalerweise 18-25°C betragen. Kühlere Temperaturen werden zwar gut vertragen, können aber zu einem Vermehrungsstopp führen. Temperaturen bis 30 °C sind bei ausreichender Sauerstoffversorgung und einer sehr guten Filterung mit hoher Wasserqualität und möglichst geringer organischer Belastung ebenfalls unproblematisch.

Der pH-Wert im Aquarium für Neocaridina-Zwerggarnelen befindet sich idealerweise bei 6-8, die Gesamthärte (GH) sollte sich im Bereich von 5-20°dGH bewegen, die Karbonathärte wird mit 2-16 °dKH als optimal angegeben. Auch höhere Wasserhärten sind allerdings möglich. Zu beachten ist allerdings, dass Garnelen, die in weichem Wasser gezüchtet wurden, nach dem Umsetzen in hartes Wasser mit Häutungsproblemen reagieren können. Hier ist es besser, die Wasserhärte schrittweise anzuheben, um die Tiere keinem Extrem auszusetzen.


Wer lieber nach dem Leitwert geht, sollte einen Leitwert von 300-800 µS im Neocaridina-Aquarium anstreben.

Entstehung der Farben und Muster

Die Wildfarbe der Neocaridina davidi und palmata ist ziemlich variabel - wir haben hier teils ganz durchsichtige Tiere mit einer feinen schwarzen unregelmäßigen Strichzeichnung, teils gibt es aber auch Tiere mit dunklem Flammenmuster auf transparentem Grund oder sogar ganz deckend dunkelbraun bis schwarz gefärbte Exemplare. Viele Weibchen haben einen mehr oder weniger breiten hellen Rückenstrich, weshalb man Neocaridina nicht nur als Algengarnele, sondern auch als Rückenstrichgarnele bezeichnet. Bei den Männchen sieht man diese helle Linie längs des Rückens so gut wie gar nie.

Teils sind die einzelnen Farbschläge im Hobby Naturformen (wie Red Fire oder die Neocaridina Yellow), teils handelt es sich um Zuchtformen oder - wie beispielsweise bei der White Pearl oder beim Rili-Muster - um Spontanmutationen, mit denen dann gezielt weitergezüchtet wurde.

Es wird sogar diskutiert, ob es sich bei den neueren Neocaridina-Farbschlägen wie Schoko, Bloody Mary, Green Jade und anderen um Kreuzungsprodukte mit anderen Neocaridina-Arten handeln könnte, weil die Merkmale der Tiere teilweise völlig anders sind als die von wilden Neocaridina davidi. Genau weiß man dies allerdings nicht. Die meisten neuen Farbschläge kommen aus asiatischen Großzüchtereien zu uns.

Haltungsempfehlungen

Die verschiedenen Farbschläge von Neocaridina davidi und Neocaridina palmata sind allesamt gleich robust und sehr anpassungsfähig. Du kannst sie ganz problemlos sogar in einem Gesellschaftsbecken mit Fischen und auch mit Flusskrebsen und mit manchen Krabbenarten im Wasserteil ihres Paludariums halten - wenn er groß genug ist. Schon in Aquarien ab 20 Litern sind Neocaridina ganz problemlos züchtbar, allerdings sollte man sich aufgrund ihrer guten Vermehrungszahlen eher in Richtung eines größeren Aquariums orientieren.

Den "Neos" ist es egal, auf welchem Bodengrund sie sitzen, jedoch zeigen sie auf dunklen Böden die besten Farben  und die größte Farbdichte - das wurde sogar in wissenschaftlichen Studien bestätigt.

Das Aquarium für Neocaridina kann gerne gut bepflanzt werden. Auch in stärker gedüngten Aquascapes kommen die robusten Zwerggarnelen sehr gut zurecht, in denen empfindlichere Arten der Gattung Caridina wie Bienengarnelen schon Probleme mit dem Nitratwert bekommen können und dann schnell die Biege machen würden.

Fischgesellschaft macht den bunten Neocaridina nichts aus, vorausgesetzt, die schuppigen Mitbewohner sind friedlich und sehen die kleinen Krabbler nicht als willkommene Bereicherung ihres Speiseplanes an. Im Gesellschaftsbecken hat es sich bewährt, den Neocaridina-Zwerggarnelen viele Verstecke anzubieten. Vor allem die kleinen Jungtiere sitzen gerne im Moos, wo sie vor Fressfeinden sicher sind.

Futter

Neocaridina-Garnelen sind typische Destruenten, die sich um totes organisches Material wie Detritus, abgestorbene Pflanzen und Teile von Pflanzen kümmern, auch um tote Tiere und anderes organisches Zeug, das sie so finden. Sie sind also eine Art Hausmeister im Aquarium und räumen im Gesellschaftsbecken auch mal den Fischen hinterher. Das erklärt übrigens auch ihre ausgesprochene Begeisterung für alles möglich, was neu ins Aquarium kommt. Neocaridina-Garnelen finden sogar blanke Steine megaspannend!

Neben totem Zeug fressen Neos auch gerne Biofilme (die übrigens eine hervorragende Proteinquelle darstellen) und feine Algenbeläge. Grobe Algen wie Fadenalgen und Pinselalgen sind ihnen zu hart, sie werden nur abgegrast, nicht gefressen.

Bei Proteinmangel kann es passieren, dass die Neocaridina an Aquarienschnecken gehen, vor allem an Jungschnecken. Die eigenen Artgenossen sind in der Regel ziemlich safe, es kann aber passieren, dass kranke oder tote Tiere angeknabbert werden.

Superbegeistert sind Neocaridina von Garnelenfutter (das auch gerne etwas Protein beinhalten darf, damit die Schnecken im Aquarium sicher sind), von Gemüse wie Hokkaido oder Zucchini und von Grünfutter wie getrocknetem grünem Walnusslaub, Brennnessel, Vogelmiere oder Löwenzahn. Davon gibst du immer nur so viel, wie sie in ein paar Stunden fressen können, damit die Wasserqualität nicht leidet - abgesehen vom Walnusslaub, das kannst du ein bisschen großzügiger dosieren.

Was immer geht, ist braunes Herbstlaub. Davon darf gerne immer eine Handvoll im Aquarium liegen, es geht nicht auf die Wasserqualität und ist ein super Versteck für die Kleinen.

Vermehrung

Neocaridina-Garnelen gehören mit zum vermehrungsfreudigsten, was man an Zwerggarnelen im Aquarium halten kann. Sie gehören dem spezialisierten Fortpflanzungstypus an, was bedeutet, dass die Weibchen wenige, aber dafür große Eier tragen. Die Larven entwickeln sich komplett im Ei, und es schlüpfen fertig entwickelte junge Garnelen, die ihren Eltern bereits sehr ähnlich sehen - nur in winzig. So eine neue Neocaridina hat etwa 1,5 mm Länge, wenn sie aus dem Ei kriecht.

Die Weibchen sind nur paarungsbereit, wenn sie sich frisch gehäutet haben, weil sie nur dann so weich sind, dass sie ihre Eier aus dem Eifleck im Nacken nach unten zwischen ihre Schwimmbeine spedieren können. Dort heften sie sie mit einem klebrigen Faden an ihre Schwimmbeine und "brüten" sie dann aus. Die Eier werden eifrig durchbewegt und mit frischem Wasser durchspült, damit sich die Kleinen gut entwickeln und nichts verpilzt.

Ein paarungsbereites Weibchen gibt Pheromone ans Wasser ab, die die Männchen ganz wuschig machen - du siehst das am Paarungsschwimmen. Ein recht zahmer Ausdruck für das, was da teilweise abgeht ... die Herren der Garnelenschöpfung sind ganz schön eifrig, wenn sie das Weibchen suchen. Sie setzen sich bei der willigen Dame auf den Rücken und rutschen dann unter ihren Bauch, wo sie ihr Samenpaket so anheften, dass die Eier auf ihrem Weg vom Eifleck im Nacken zu den Schwimmbeinen dran vorbeirutschen müssen - so werden sie gleich befruchtet. Unbefruchtete Eier sortiert das Weibchen nach und nach aus und frisst sie auf.

Die Kleinen können nach dem Schlupf bei ihren Eltern im Aquarium bleiben - vorausgesetzt, es gibt keine fischigen Räuber darin.

Farbvarianten

Den Farbvarianten bei den Neos widmen wir jeweils einen Extra-Artikel, in dem wir ihre Besonderheiten beschreiben. Bitte klick auf den unterstrichenen Namen, damit du zum entsprechenden Artikel kommst!

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